Untergrundvorbehandlung

Wissenswertes zur Untergrundvorbehandlung

Bei neuem Holz ist keine Vorbehandlung notwendig. Jedoch muss berücksichtigt werden, dass unter neuem Holz auch wirklich neues, unbewittertes Holz zu verstehen ist. War das Holz bereits der Witterung ausgesetzt, findet schon nach kurzer Zeit ein Ligninabbau statt. Das Holz ist nicht mehr zu 100 % tragfähig und die Anhaftung von Anstrichen wird nachteilig beeinflusst.
Eventuelle Verschmutzungen mit Schleifpapier Körnung P 80 – P 120 entfernen, Holzflächen abstauben und das saubere, trockene Holz möglichst allseitig grundieren mit JOTUN VISIR Oljegrunning klar (lösemittelhaltig) oder mit JOTUN VISIR Oljegrunning pigmentert (beige pigmentiert, wasserbasierend), hierbei auch die Hirnholzflächen (Schnittflächen) bis zur Sättigung nass in nass mehrmals grundieren. Hirnholzflächen haben ein bis zu 200-fach höheres Saugvermögen als die Fläche und sollten daher stets satt bis zur Sättigung bearbeitet werden.
Eine umgehende Grundierung ist von großer Bedeutung, da bereits nach wenigen Tagen der Abwitterungsprozess des Holzes durch die UV- und Feuchtigkeitsbelastung beginnt

Untergrundvorbehandlung - Neues Holz

Bei neuem Holz ist keine Vorbehandlung notwendig. Jedoch muss berücksichtigt werden, dass unter neuem Holz auch wirklich neues, unbewittertes Holz zu verstehen ist. War das Holz bereits der Witterung ausgesetzt, findet schon nach kurzer Zeit ein Ligninabbau statt. Das Holz ist nicht mehr zu 100 % tragfähig und die Anhaftung von Anstrichen wird nachteilig beeinflusst.
Eventuelle Verschmutzungen mit Schleifpapier Körnung P 80 – P 120 entfernen, Holzflächen abstauben und das saubere, trockene Holz möglichst allseitig grundieren mit JOTUN VISIR Oljegrunning klar (lösemittelhaltig) oder mit JOTUN VISIR Oljegrunning pigmentert (beige pigmentiert, wasserbasierend), hierbei auch die Hirnholzflächen (Schnittflächen) bis zur Sättigung nass in nass mehrmals grundieren. Hirnholzflächen haben ein bis zu 200-fach höheres Saugvermögen als die Fläche und sollten daher stets satt bis zur Sättigung bearbeitet werden.
Eine umgehende Grundierung ist von großer Bedeutung, da bereits nach wenigen Tagen der Abwitterungsprozess des Holzes durch die UV- und Feuchtigkeitsbelastung beginnt

Untergrundvorbereitung - altes/verwittertes Holz - Tragfähigkeit des Altanstrichs

Prüfung des Altanstrichs auf Tragfähigkeit

Tragfähig bedeutet, die Altbeschichtung haftet am Untergrund und ist für einen Folgeanstrich geeignet. Mit einem Klebeband kann dies gut festgestellt werden: Klebeband auf den Untergrund aufkleben, fest anreiben und ruckartig abziehen. Zeigen sich an der Rückseite des Klebebandes Farbpartikel und/oder vergraute Holzstellen, so ist der Untergrund nicht tragfähig. Loser Altanstrich oder Holzfasern müssen auf jeden Fall entfernt werden.

Notwendige Vorarbeiten

Lose, verwitterte Holzfasern oder nicht mehr tragfähige Altanstriche müssen mittels Schleifpapier, Körnung von P 60 – P 100, in Faserrichtung des Holzes entfernt werden.
Hierzu eignen sich, dem jeweiligen Bauteil entsprechend, Schleifmaschinen wie Schwing-, Exzenter- oder Dreieckschleifer. Ist das Holz schon länger bewittert und sind die Frühholz- und Spätholzzonen ausgeprägter, empfiehlt sich das Ausbürsten mit so genannten Zirkularbürsten oder Messingbürsten, um auch die tiefer liegenden Frühholzzonen gründlich zu reinigen.
Auf den Einsatz von Stahlbürsten sollte verzichtet werden, da hier eventuell zurückbleibende Stahlpartikel dunkle Verfärbungen der Anstriche verursachen können.Um einen ausreichenden Farbauftrag im Kantenbereich zu gewährleisten, muss beim Schleifen darauf geachtet werden, dass scharfe Kanten mit einem Radius von ca. 2 mm gerundet werden.


Bei scharfen Kanten entsteht durch die so genannte Kantenflucht ein reduzierter Farbauftrag, was wiederum mit kürzerer Haltbarkeit des Anstriches verbunden ist.
Nach dem Schleifen ist ein sorgfältiges Entstauben der Fläche notwendig, dies kann mit einem Staubbesen oder Druckluft erfolgen.

Intakter Altanstrich

Hier sollte mit einem feinen Schleifpapier P 100 – P 120 oder Schleifvlies die tragfähige Altbeschichtung angeraut werden, um eine Verbundhaftung für nachfolgende Anstriche herzustellen; glänzende Anstriche sind matt zu schleifen.

Verschmutzung Pilze und Algen

Verschmutzungen und auch Oberflächenpilze oder Algen erkennt man per Augenschein (schwarze bzw. grünliche Punkte). Gerade auf unbehandelten, direkt bewitterten Flächen sowie an geschützten Dachuntersichten treten häufig Oberflächenpilze auf.

Zur Behandlung empfehlen wir unseren Reiniger JOTUN KRAFTVASK, der je nach Verschmutzungsgrad mit ca. 15–20 Teilen Wasser verdünnt und auf die trockene Fläche aufgetragen wird (bei großen Flächen eignet sich auch ein Sprühgerät).
Der Reiniger ist alkalisch, daher sollten Glas- und Aluminiumflächen abgedeckt werden.Nach einer Einwirkzeit von ca. 10–15 Minuten wird am besten unter Zuhilfenahme eines Hochdruckreinigers die Fläche mit reichlich Wasser abgespült (Arbeitsdruck dem jeweiligen Bauteil angepasst).
Nachdem die Fläche getrocknet ist (bei trockenem, schönem Wetter in der Regel nach 2–3 Tagen, Holzfeuchtigkeit unter 18 %) kann eine Weiterbearbeitung erfolgen.

Optimal bei starkem Befall empfiehlt sich zur Pilzentfernung und Desinfektion JOTUN Sopp- og Algedreper. Das Desinfektionsmittel wird nach der gründlichen Reinigung (mit z.B. Jotun Kraftvask) auf die trockene Fläche aufgetragen. Das Mischverhältnis zur Pilzentfernung beträgt 1 Teil Reiniger verdünnt mit ca. 10 (oder mehr) Teilen Wasser. Nach der Behandlung darf die Fläche nicht mit Wasser abgespült werden.